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2. März 2006 - Gelesen:


Nichtraucher durch den Hund im Büro

Ein Hund ist das beste Mittel gegen Bürostress. Das propagieren britische Stress-Forscher schon seit einigen Jahren. Denn wenn ein Hund nur gestreichelt werde, sinke der Blutdruck und werde das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet, ist in einigen Studien herausgekommen.

Deshalb hat Steven Street, der Geschäftsführer einer Zeitarbeitsfirma in Bradford, begonnen, seinen Spaniel Rupert mit ins Büro zu bringen. Der neun Monate alte verspielte Hund sollte den Mitarbeitern über die übliche Depression nach Weihnachten hinweghelfen, berichtet BBC online.

Das habe auch geklappt, doch Rupert habe noch einen weiteren Effekt. Dank ihm sind bereits vier der zwölf Raucher zu Nichtrauchern geworden, und die anderen rauchen schon weniger. Statt wie früher rauszugehen, um eine zu rauchen, gehen sie zehn Minuten mit Rupert spazieren. Das scheint zu helfen.

"Die Mitarbeiter nehmen sogar ab, weil sie jetzt so viel Bewegung haben", freut sich David Gatehouse, ein Sprecher der Firma. Der Effekt ist so groß, dass jetzt auch in anderen Zweigstellen Hunde angeschafft werden sollen.

Ärzte Zeitung, 2.März 2006

Celia und ich waren also Vorreiter einer neuen Bewegung. Nur das mit dem Rauchen...

12. Februar 2006

Sabine wünscht sich ein neues Foto von mir auf der Homepage.

Liebe Sabine, ich möchte an dieser Stelle einmal diskret an DEINE Homepage erinnern. Was zählt im Gegensatz dazu ein altes Bild. Allerdings gebe ich zu, dass ich jedes Mal, wenn ich mein Konterfei im Web erblicke, das Gefühl habe, eine andere zu sehen als jene, die mir jeden Morgen im Spiegel begegnet. Aber damals war ich noch jung und hübsch und ein wenig erfolgreich - da bin ich ganz Frau im Denken. Ausnahmsweise. Kürzlich hat mir ein Psychotest nämlich offenbart, dass mein Denken mehr zum Männlichen hin tendiert als zum Weiblichen. Hier ein Auszug, der mich in wesentlichen Fragen des Lebens entlastet:


[...] Mit typisch weiblichem Klatsch und Tratsch haben Sie nicht sehr viel am Hut. Sie verstehen es nicht, wieso andere Frauen stundenlang über ein und dasselbe Thema reden können, ohne dabei wirklich etwas zu sagen. Für Sie spielen Informationen eine große Rolle.


Ihr räumliches Vorstellungsvermögen ist gut ausgeprägt, Sie können gut einparken, sich generell gut orientieren.


Es ist wahr, Frauen können manchmal ziemlich kompliziert sein. Oftmals scheinen sie nicht zu wissen, was sie eigentlich wollen. Seien Sie nachsichtig, das scheint nur so. Werden Sie beispielsweise von Ihrer Freundin gefragt, welches Paar Schuhe sie für die Disco anziehen soll, so versuchen Sie nicht, einen Rat zu geben. Ihre Freundin möchte keine Lösung von Ihnen, sie hat sich bereits entschieden. Versuchen Sie es lieber mit einer Gegenfrage: »Weißt du schon, welches Paar du tragen willst, Liebling?«.


Wenn Sie Zeitung lesen wollen, Ihre Lebensgefährtin plappert jedoch ohne Punkt und ohne Komma auf Sie ein, dann versuchen Sie, so diplomatisch wie möglich Ihre Partnerin davon zu überzeugen, daß Sie nicht beides können: Zeitung lesen und zuhören. Sie wäre dazu zweifelsohne in der Lage. [...]




7. Februar 2006

Etwas fehlt in meinem Leben. Es fehlt die Leidenschaft. Letzte Woche blitzte sie auf für einige Minuten. In jenem Moment war mir die Bedeutung nicht in vollem Umfang bewusst, aber ich spürte eine ungeheuere Kraft und Sicherheit in mir, eine Begeisterung, die ich seit langem vermisst habe.

Es ist so viel geschehen. Fast hätte ich meine eigene kleine Familie gehabt. Ein Traum, den ich aufgeben musste. Das liegt nun schon ein Jahr zurück, aber erst in den letzten Tagen habe ich den letzten Schritt für mich vollzogen. Ich habe ein Stück aus dieser Vergangenheit gespendet, es gibt Menschen, die es dringend gebrauchen können für ihre eigene Zukunft.

Außerdem bekam ich das Angebot, wieder aktiv in einer Gruppe Musik zu spielen. Ich hätte die Möglichkeit... Eine Weile dachte ich darüber nach. Ich weiß, dass ich die Musik heute mehr leben als spielen würde, wesentlich bewusster und intensiver als damals - vor mehr als 25 Jahren. Es geht aus zeitlichen Gründen nicht. Ich habe einen Hund - und ich bin Perfektionistin. Beim abendlichen Gassigehen erinnerte ich mich an diesen einen Moment der Leidenschaft vor kurzem und erkannte, dass in dem Gedanken, wieder Musik zu machen, nichts von dieser Intensität zu spüren ist.

Ich habe heute zwei Bücher bestellt - eines über Hunde und eines über das Schreiben... Möge es diesmal gelingen.

An Michael:

Danke, dass du meine Liebe zu den Worten wieder geweckt hast - auch wenn es nicht in deiner Absicht lag.

An Sabine:

Man muss und kann nicht alle Möglichkeiten umsetzen. Aber jenen, die uns im Innersten berühren, sind wir verpflichtet.



Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,

so ist es der Glaube an die eigene Kraft.


Marie von Ebner-Eschenbach

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Am Ende fängt es an...

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