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Am Ende fängt es an...

 

26. Dezember 2004 - Nothing else to say...

 

Für mich ist das Jahr zu Ende.

 

Euch wünsche ich alles Gute, Glück und viel Liebe für das neue Jahr. Kommt gesund hinüber und passt gut auf euch auf.

 

P.S.: Vielen Dank für euer Interesse an meinen Worten. So manche Nachfrage in stummen Zeiten hat mir wieder den nötigen Schubs nach vorne gegeben.

 

 

 

Schweigen I

 

Hinter allen Worten

das Schweigen

 

Die Welt geht unter

wenn die Nacht

das Licht verschlingt

die Erleuchtung einschläft

und kein Taubentraum

erwacht

 

Ein blinder Engel

küßt

deine Stirn

 

Rose Ausländer

 

 

 

15. Dezember 2004 - Geld verdienen mit Schreiben

 

Im Briefkasten ein großer Umschlag von der Frankfurter Verlagsgruppe. Wow - sie wollen mein bereits 2002 veröffentlichtes Gedicht (Welches war das noch gleich? Steht jedenfalls nicht im Brief) in einem Auswahlband noch einmal herausbringen. Und es gibt sogar ein stolzes Autorenhonorar von 50,00 Euro.

 

Beachtlich ist das Vertrauen, welches das Lektorat in meine Schreibkunst setzt. Ich darf nämlich statt des bereits ausgewählten auch ein neues Gedicht für den Abdruck einreichen, einzige Bedingung: maximal 20 Zeilen Umfang. Mein Werk erhält eine eigene Buchseite.

 

Ist das nicht ein wunderbares Weihnachtsgeschenk? Eine richtige Oh-du-fröhliche-Nachricht? Beinahe... Wenn da nicht der folgende Absatz wäre (Originalzitat):

 

"Der Ladenpreis wird EUR 22,80 betragen. Die schwierige Lage des Buchmarktes bedingt, daß die im Buch präsentierten Autoren wenigstens 30 Bändchen selbst abnehmen, um die Kosten der hochwertigen Ausstattung und Drucklegung abzufangen und das Buch somit zu ermöglichen. Die Kosten betragen bei 30 Exemplaren x EUR 22,80 Ladenpreis EUR 684,00 inkl. 7% MwSt. Falls Sie mehr Exemplare benötigen, erhalten Sie einen hohen Autorenrabatt von bis zu 63%. Es steht den beteiligten Autoren dabei frei, die Bändchen während Lesungen zum Ladenpreis zu verkaufen und, bei hohen Rabatten für weitere Exemplare, Überschüsse zu erzielen."

 

 

 

3. Dezember 2004 - Sinnlichkeit des Tages: Plattenteller und Karbonbürste

 

Letztens am Stammtisch sprachen wir davon. Und vorher erzählte ich andernorts wie gern ich mal wieder und so weiter. Und man erinnert sich an diesen und jenen Interpreten, fragt sich, wie lange das wohl her ist, dass man das hörte und kommt sich langsam doch ein bisschen alt vor, weil manche manches schon gar nicht mehr kennen, weil das vor ihrer Zeit war. Viel geredet, lange nicht getan, aber gestern war es soweit: Ich zog nach Jahren Philip Glass aus dem Plattenregal - und es ist seltsam, wie vertraut mir die Klänge noch immer sind. Darauf habe ich getanzt in meinem früheren Leben, aber das tut nicht wirklich etwas zur Sache. Ich will euch auch nicht mit weiteren Interpreten langweilen, aber eines will ich noch sagen: Es lohnt sich. Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen, so vertraut. Es berührt mich tief innen, als würde ich etwas Verlorenes wiederfinden. Dabei waren sie immer da, im Blickfeld, in Reichweite. Und trotzdem verliert man so vieles aus den Augen.

 

 

29. November 2004 - Ausrede für Schreiberlinge Nummer Soundso

 

Ich würde ja gerne schreiben, an Ideen mangelt es nicht. Leider habe ich aber überhaupt keine Zeit, weil ich gerade mein Traumhaus baue. (Beweisfoto anbei)

 

 

 

 

 

28. November 2004 - Zum 1. Advent

 

Ich wünsche euch eine stimmungsvolle und beschauliche Adventszeit. Möge jeder auch die ruhigen Stunden finden, die er braucht. Ich jedenfalls spüre, wie ich heimkehre, mich wiederfinde in vertrauten Gedanken und Dingen und wie etwas wächst dabei, das sich anfühlt wie eine tiefe innere Stärke.

 

 

 

(Ja, auch dieses Foto ist von mir. Ich veröffentliche auf diesen Seiten nur noch eigene Aufnahmen.)

 

 

20. November 2004 - Fundstück des Tages

 

Wer Schmetterlinge lachen hört

der weiß, wie Wolken riechen

 

Novalis

 

 

16. November 2004 - Kuscheltiere:

 

 

 

 

14. November 2004 - Souverän ins Alter

 

"Du wirst grau, mein Schatz", sagt die, die mir die Haare krault. Na und, denke ich und halte weiter still.

 

Es ist wahr, das kratzt mich nicht. Ungelogen ist es so, dass ich Frauen mit zunehmendem Alter immer schöner finde. Bei Schauspielerinnen fällt es mir besonders auf, wenn ich sie in Filmen aus frühen Jahren sehe. Ich will das Leben sehen in Gesichtern. Die makellose Glätte der Cover-Püppchen fand ich schon immer langweilig. So gesehen finde ich das Älterwerden schön. Und aus vielen anderen Gründen auch.

 

 

11. November 2004 - Bulzämäddl

 

 

[Sabine, wie wäre es alternativ mit Teelicht, Mond und Sternen?]

 

Laateeeeerneeee, Laateeeeeeerneeee... Ich war dabei. Gestern im Apothekersgarten bei Einbruch der Dunkelheit. Und da waren sie, die Mütter mit den selbst gebastelten Laternen, die die Lichtlein bewachten, während ihre Kleinen durch die Schneereste tobten. Zweimal liefen wir rundum und ich gebe zu, es hatte was, wie die Zwerge versuchten, ihre Laternen hoch zu halten, "... Sonne, Mond und Sterne ..." sangen, Kinderpunsch tranken und frische Waffeln aßen. Es hatte was von früher...

 

Ich bin ja auch dabei gewesen, wie BaLo* dereinst [an dieser Stelle ein Lächeln einflechte], im Pelzmärtel-Laternenzug zum Krankenhaus. Dort waren nach meiner Erinnerung vorwiegend ältere Menschen, für die wir dann sangen. Gingen wir als Kinderkirchenchor? Oder war das mit dem Singen im Krankenhaus erst an Weihnachten? Ich weiß es nicht mehr. Sicher ist nur, dass ich auch beim Engelisingen auf dem Kirchturm war, schon damals beim Hochsteigen eine Menge Angst hatte und hinterher enttäuscht vernehmen musste, dass mein Vater unten auf dem Marktplatz von unserem Gesang überhaupt nichts gehört hatte, weil der Wind in die falsche Richtung geweht hatte. (Warum nur behält man solche Enttäuschungen so gerne im Gedächtnis, während sich anderes so schnell verliert... Das soll auch in jenem Buch erläutert werden, das ich mir immer noch nicht gekauft habe.)

 

 

28. Oktober 2004 - Fotografin sucht Sonne - zu spät

 

Ich habe den Herbst verpasst. Und das, nachdem ich in diesem Jahr schon den Sommer verpasst habe. Sonnige Tage gab es hier und dort und ebenso viele plausible Ausreden, sie nicht wirklich zu nutzen. Jetzt fällt die Temperatur, die Wetterkarte unterscheidet nur noch zwischen mehr und weniger Niederschlag. War ich nicht im Glauben zu wissen, dass ich nichts zurückholen kann, wie kostbar der Augenblick ist? Und trotzdem bekomme ich manchmal den Hintern nicht vom Sofa oder Pflichten sind wichtiger, weil ich wie so oft alles bis zum letzten Termin aufgeschoben habe. Ich meine, schon einiges gelernt zu haben im Leben - aber es ist nie genug. Und die Zeit ist schon lange gegen mich. Mit Volldampf voraus. Es gibt ein Buch, in dem erklärt wird, warum man mit zunehmendem Alter das Gefühl hat, dass die Zeit immer schneller vergeht. Ich bemerke diesen Effekt schon seit vielen Jahren und er macht mir Angst. Das Buch habe ich noch nicht bestellt. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das alles so genau wissen möchte.

 

 

21. Oktober 2004 - Umweltfreundlich unter die Erde

 

In Kalifornien entsteht der erste Biofriedhof der Welt / Naturpark ohne Grabsteine

 

SAN FRANCISCO (dpa). Auf dem ersten "Biofriedhof" der Welt in Kalifornien wird es weder Grabsteine, Metallsärge noch Blumengestecke geben. Auch Einbalsamierungsöle und Pflanzenschutzmittel sind tabu. Die für Friedhöfe gebräuchliche Bezeichnung "Cemetery" wird durch "Memorial Nature Preserve", etwa "Natur-Gedenkstätte", ersetzt.

 

Nach dem Motto "Zurück zur Natur" wollen drei Geschäftsleute in einer Hügellandschaft nördlich von San Francisco den ersten Biofriedhof gründen. "In diesem Naturpark wollen wir außer Bestattungen auch Hochzeiten, Taufen, Lesungen und Spazier-Treffs organisieren", meint Unternehmer Joe Sehee. Die ersten Begräbnisse sind für den Spätherbst geplant.

 

Nach den Plänen der Betreiber werden die Angehörigen beim Schaufeln der Grabstellen, beim Versenken der Holzsärge oder beim Verstreuen der Asche mithelfen. Kleine Plaketten an Büschen oder Bäumen werden auf die Grabstellen verweisen. Mit satellitengesteuerten Suchgeräten sollen sich die Besucher in dem Netz von Wanderwegen zurechtfinden. Denn schließlich wachsen Biogräber zu und sind nach kurzer Zeit nicht mehr als Grabstätten erkennbar."

 

Quelle: Ärzte Zeitung, 18.10.2004

 

Mir gefällt diese Idee. Vor einigen Monaten überlegte ich, was mir für meinen Verbleib nach dem Tod als richtig erscheint. Ich möchte nicht, dass Menschen im Sommer zwischen Aldi und Schwimmbad noch schnell mit der Gießkanne zu meinem Grab hetzen müssen, damit die geometrisch gepflanzten Blümchen nicht welken, die mir schon zu Lebzeiten nicht gefielen. Ich möchte nicht als Verpflichtung enden, so unspektakulär verschwinden, wie ich gelebt habe. Am liebsten fände ich irgendwo draußen meine Ruhe, wo ich wieder eingehen darf in den Kreislauf der Natur, des Lebens.

 

 

10. Oktober 2004 - Und wieder mal ein Fundstück aus dem Papierberg:

 

"Durchschneide nicht, was du mit Geduld auch lösen kannst."

Französisches Sprichwort

 

 

10. Oktober 2004 - Vor einigen Tagen...

 

Das Kind stand vor mir und reichte mir das Feuerzeug. Ich zündete eine Zigarette an. Zog daran. Sog den Rauch in meine Lunge und blies ihn langsam wieder aus. Das Kind betrachtete mich aufmerksam. Da kam ich mir lächerlich vor beim Rauchen. Das Kind hustete schon wieder. "Was mache ich hier eigentlich?", dachte ich und wusste im gleichen Augenblick, dass ich in Gegenwart des Kindes nie wieder rauchen würde.

 

 

27. August 2004 - Häutung

 

Gegen Morgen träumte ich, dass mir im Gesicht die Haut abging. Sie löste sich großflächig vom Haaransatz her, von dort hing die leicht gebräunte Sommerhaut wie ein Lappen herab. Darunter neue weiße Haut mit einem rosa Schimmer. Nicht wie die eine Babys. Eher wie eine leere Seite am Ende eines Buches. Oder am Anfang des zweiten Bandes.

 

 

8. August 2004 - Over the rainbow

 

Als ich nichts mehr suchte, am wenigsten die Liebe, fand sie mich. Es war und ist die Zeit zu leben. Neue Worte finden zu mir und neue Geschichten. Das Leben schreibt sie.

 

 

2. Juni 2004

 

Ich schreibe nicht zur Zeit. Ich sammle Bilder - mit und ohne Camera.

 

Heute Morgen fand ich dieses Gedicht in der Zeitung:

 

 

Song

 

We Germans do not sing

My new Nürnberg friends tell me

Urging me to sing

Which I do willingly, since

In Scotland we live

Through our songs and our songs

Through us. Will you sing now? I ask.

Smiling ruefully they shake their

Heads. Sixty years ago we

Sang too much, too often

Too loudly and all together

The same songs always

No: these days we Germans

Do not sing. You

Sing, bitte. So I do, my

Voice quivering with the hope

That one day, we will all sing

And we shall. It is said that

In the death camps

To this very day the birds make not the slightest

Sound. But I have been to

Mauthausen, Dachau, Birkenau and Buchenwald

And even on the darkest mornings

The birds do sing.

 

Donny O'Rourke

(Schottischer Schriftsteller, Journalist, Filmemacher und Sänger)

 

 

 

 

7. Mai 2004

 

Vor 70 Leuten zu lesen... doch, das hat was... Ein schöner Abschluss meines Mini-Lese-Marathons (drei Termine in 9 Tagen). Was kommt danach? Arbeit an Texten, am Buchmanuskript und sehen, was mir als nächstes zufällt.

 

 

 

 

5. Mai 2004 - Geschenke

 

Sehr sehr früh am Morgen brachte Katerchen ein Geschenk, legte es vor die Schlafzimmertüre und weckte mich. Ich kenne diese bestimmte Art des Rufens von ihm und war nicht gewillt aufzustehen, zumal ich wegen der Mondfinsternis oder auch nicht wegen der Mondfinsternis kaum geschlafen hatte. Notierte im Hinterkopf: Pass auf, wenn du zur Schlafzimmertüre hinaus gehst.

Sie war groß und fett, ein Prachtstück, das Fell feucht, keine sichtbaren Verletzungen. Das Beste an ihr war die Tatsache, dass sie tot war und keine Spuren auf dem Teppich hinterließ. Max quengelte, er wollte sein Müllerschlabbertütchen zum Frühstück. So ist das, wenn einem die Zähne ausfallen.

 

Dann das zweite Highlight des Tages: Positive Kritik im Schwabacher Tagblatt zur Lesung vom 29. April mit Gerd Berghofer (online unter "Presse 2004"). Na ja, da musste ich natürlich viel telefonieren und einscannen und ausdrucken und hochladen und all die Sachen machen, die man macht, wenn man euphorisch durchknallt. Zum Putzen kam ich jedenfalls wieder nicht, zum Schreiben auch nicht, und das Lesen habe ich auch nicht geübt. Ich habe es mir verziehen. Was das Feuchter Publikum morgen dazu sagt, wird sich herausstellen.

 

Ach ja: Und ich habe mir diesen vermaledeiten Wurm "Sasser" nicht eingefangen und werde ihn auch nicht kriegen, weil ich heute mein Sicherheitsloch fein gestopft habe. Schön ist das, wenn ein Computer funktioniert *Stoßgebete gen Himmel schicke und alle vorhandenen Daumen drücke*

 

 

2. Mai 2004 - Freigang

 

Ich war mal wieder draußen, heute morgen, eine Stunde durch Wald und Flur. Es gibt tatsächlich noch frei lebende Tiere und der Raps blüht und duftet wie ein riesengroßer Honigtopf. Und wie die Farben harmonieren - Ton in Ton das Wald- und Gräsergrün, Blütenlichter frech dazwischen getupft. Ich staune noch immer.

 

 

 

 

1. Mai 2004 - Der kleine Unterschied

 

Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, gehe ich "ins Büro" oder "in die Arbeit".

Als ich Donnerstagabend im feinen Zwirn durch die Stadt zur Lesung stakste, dachte ich: "Ich gehe jetzt arbeiten, meine Aufgabe erfüllen. Das bin ich."

 

 

 

 

30. April 2004 - Wir werden alt

 

Ich hatte Geburtstag. Schon wieder. Mein Kater war der erste Gratulant. Kratzte um halb fünf an meiner Schlafzimmertür, sang mir ein Ständchen und kotzte zweimal auf den Teppich. Er frisst kaum, kotzt trotzdem weiter. Heute entdeckte ich, dass er einen Zahn verloren hat. Einen von jenen, mit denen man Mäusen und Strickpullis den Garaus macht. Inwieweit er den allerdings für Müllers feine Schlabbertütchen braucht, ist mir ein Rätsel. Vielleicht hat das eine auch nichts mit dem anderen zu tun.

 

Meine Zähne wackeln momentan nicht mehr zum Glück, dafür hab ich's im Knie. War ja Lesung am gestrigen Abend, da brezelt sich selbst die Hochmann mal auf. Lief munter mit Hochhacks die Straße entlang, kam nicht sehr weit, da riss es im Knie. Die Schuhe ruhen tief unten im Schrank, im Knie zieht's noch immer. Tja...

 

 

 

 

26. April 2004 - Arbeit kann tatsächlich Spaß machen!

 

Fans und Freunde, ich kann euch sagen: Die Lesung in Feucht am 6. Mai wird der Hammer! Komme eben von der Vorbesprechung mit Uschi Muhr und Gerd Berghofer zurück. Wir haben eine abwechslungsreiche, spannende und doch harmonische Lesung zusammengestellt. Literarischer Dreiklang vom Feinsten.

 

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25. April 2004

 

Das Festhalten ist eine Art Beschäftigungswahn, in den man verfällt - aus Angst vor Leere. Aber man wird nicht satt davon im Innersten. Es erdrückt einen.

 

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24. April 2004 - Wenn Sammeln Leiden schafft

 

Im Hürdenlauf durch die Wohnung: Kartons, Kartons, Zeitungsausschnitte von 1999, Staubsauger, Lautsprecher, Musikcassetten, Diktiergerät, Blumentöpfe, Computerspiele, "Quelle Elektronik-Labor 3", Akkordeon, Notenhefte, noch mehr Cassetten, Kartons hinter Kartons, Unterrichtsmaterial, noch mehr Zeitungsausschnitte, IKEA-Katalog 2000, Schreibideen, Fahrradbrille, Wollmäuse... Nein, ich ziehe nicht um. Ich gebe auf. Ich bin meinem Chaos nicht mehr gewachsen. Ich brauche Ordnung. Mit jedem Stapel Papier, den ich in die Papiertonne werfe, fühle ich mich ein wenig leichter.

 

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24. April 2004 - Fundstücke aus der Zettelwirtschaft

 

"Freiheit gibt es nur im eigenen Herzen und im eigenen Kopf."

(Bruni Löbel in "Freitalk", TV, 24.5.1996, HR3)

 

"Es gibt drei Dinge, über die man nicht diskutieren sollte: Politik, Glaube und Sexualität."

(Georgine G., 7.7.1996)

 

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23. April 2004 - Wahnsinnig wichtig...

 

... könnte ich mich fühlen, hätte ich mal eben 219,- ¬ zzgl. gesetzl. MwSt. übrig. Dafür bekäme ich nämlich eine Eintragung mit persönlicher Biographie incl. Foto im "WHO'S WHO - Namenstexte der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur". Textvorschlag des Buchvertriebs: "Hochmann, Helga; Beruf: Schriftstellerin." Hört sich wirklich nett an.

 

 

 

 

 

 

22. April 2004 - Tataaaa!!!!!!!!!!!!! Hochmann is back in the universe *freu*

 

Ich kann euch sagen - ohne meinen PC und meine Homepage bin ich kein ganzer Mensch. Aber was lange währt... Wundert euch nicht, wenn mal eine von meinen Seiten von der Gestaltung her zusammengebrochen ist oder der eine oder andere Link nicht funktioniert. Es klappt noch nicht alles gleich so, wie ich es möchte, auch wenn alles so aussieht, wie vorher - genau das ist nämlich die Schwierigkeit. Aber das wird schon. Auch da werde ich mich noch durchbeißen.

 

 

 

 

29. Januar 2004 - Suchbild:

 

 

Welches Lebewesen ruht im Chaos?

 

 

 

 

26. Januar 2004 - Nur olle Kamellen hier *seufz*

 

Was wirklich schlimm ist: die eigene Homepage langweilig zu finden.

Ich hätte Lust, eine neue Textseite zu machen mit dem Titel: Intimes

Und eine mit Miniaturen. Und eine mit Surrealistischem.

Was mich nach wie vor daran hindert, ist die Tatsache, dass ich meine neuen Texte in einem Buch veröffentlichen möchte. Und wer kauft schon ein Buch, dessen Geschichten und Gedichte er bereits ein halbes Jahr zuvor im Internet gelesen hat.

 

 

 

 

 

25. Januar 2004 - Gute Vorsätze und so weiter

 

Es ist entschieden: Das Tagebuch, das seinen Namen nicht verdient, wird nicht eingemottet sondern weiter geführt. Wie alles andere. Was wäre ich ohne meine Schreibblockaden, das Gestalten und Verwerfen, das ganze Drama meines Schreiben- und Nichtschreibenkönnens und ehrlich gesagt, geht mir auch das Lampenfieber vor Lesungen ab. Es gibt neue Termine und ich gestehe hiermit feierlich, dass ich mich sehr darauf freue und mein Bestes geben will.

 

Und was habt ihr euch für das neue Jahr vorgenommen?

An meinen guten Vorsatz (es war nur einer, ich bin ja Realistin), der täglich auszuführen gewesen wäre, habe ich mich immerhin bereits am 4. Januar erinnert.

 

Außerdem tue ich nun viele gute Dinge, die ich mir nicht vorgenommen hatte - das steigert das Selbstwertgefühl ungemein.

(Man muss mit allen Tricks arbeiten, vor allem an sich selber. An anderen arbeitet es sich wesentlich leichter: Du gibst einen guten Rat und wenn sie ihn nicht einhalten, sagst du einfach: "Siehste, hab ich's dir nicht gesagt? Kein Wunder, dass nichts vorangeht bei dir.")

 

 

 

 

 

23. Januar 2004

 

Der Kater kennt das Wort "nein" und seine Bedeutung, das sehe ich an seinem Blick. Aber es beeindruckt ihn nicht nachhaltig.

 

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