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Am Ende fängt es an...

28. November 2001 - Gruß in die Ferne

 

                                Wir begegneten uns

                                Gegensätze zogen sich an

                                Wir liebten uns

                                Gegensätze zerstörten

                                Weitab suchen wir

 

 

26. November 2001

 

In diesem Jahr geschah und geschieht so viel Schreckliches - und wir können nichts tun, als so intensiv wie möglich zu leben, für uns alleine und im Miteinander. [...]

Wir müssen nicht die Welt retten, sondern uns  - damit wir geben können.

 

 

24. November 2001

 

Sitze schreibend im Meer der Tränen, sammle Wörter wie Balken - und wenn es gelingt, werden sie mich tragen wie ein Floß. Meine Geschichte hat mich eingeholt und es ist an der Zeit, sie zu durchleben. Und wenn es mir gelingt, werde ich wissen... und das Leid wird vergehen.

 

Und ab und an kommt ein Gruß - und jemand sagt "Hallo, schau her, du bist nicht allein." Und ich weiß, ich habe die Freiheit, alleine zu sein mit mir und meinen Gedanken und meinem Tagebuch. Und ich weiß, ich habe das Glück, nicht alleine zu sein. Nicht wirklich. Nicht mehr...

 

 

22. November 2001 - HOCHANN

 

Am 22. November 2001 um 9.30 Uhr bemerkte ich, dass mein Name auf dem Mülleimer-Aufbewahrungs-Container falsch geschrieben ist. Schreibfehler finden ist eine meiner Begabungen. Insofern eine alltägliche Begebenheit. Und es würde mich auch in keinster Weise beunruhigen, wenn das Schild nicht schon seit 21 Jahren dort angebracht wäre.

 

 

16. November 2001 - Kalendersprüche (geklaut)

 

Ideale sind wie Sterne. Du kannst sie nicht erreichen, aber du kannst dich an ihnen orientieren.

 

Die größte Fehlentscheidung ist, kein Entscheidung zu treffen.

 

Schneeflocken sind zart und zerbrechlich. Aber sieh nur, was sie erreichen, wenn sie zusammenhalten.

 

 

14. November 2001 - Jagdzeit

 

"Waidmannsheil", wünscht der Tierarzt, lächelt freundlich - wie immer - und drückt mir einen Flohkamm, ein Flohhalsband (für den Staubsauger!) und eine Tinktur (für den Kater) in die Hand.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Katzenflöhe nicht auf Menschen gehen. Das ist definitiv gelogen...

 

 

11. November 2001

 

 

 

"... Nimm die Zyklen des Lebens, der Natur auch für dein Leben an. Lerne sie kennen und stell dich auf sie ein..." (Tarot-Buch)

 

 

9. November 2001

 

Jeden Tag so leben, dass er seine eigene Qualität hat. Hier und jetzt.

 

 

4. November 2001 - Graue Brüder

 

"Die Einsamkeit", sagt Katharina, "die Einsamkeit ist ein hinterhältiges, gieriges Monster. Kaum erblicke ich einen lichten Moment, schleicht sie heran, saugt ihm die Farben aus. Schlaff und grau hängt er in meinem Leben."

"Dann lass ihn doch liegen", sage ich, "vergiss ihn und erwarte den nächsten."

"Zu spät", sagt Katharina, "seine Brüder erwarten ihn schon. Mir scheint, sie mögen keine Fremden."

 

 

1. November 2001 - Allerheiligen

 

"Willkommen in meinem Leben" sagen dürfen und "Danke für die Zeit, die du mit mir gegangen bist".

Abschiede. Kleine und größere. Und die ganz großen. Jene, die unwiderruflich sind.

Das Bedürfnis, mit jedem Menschen im Reinen zu sein. Nichts ungesagt lassen. Tag für Tag.

 

 

30. Oktober 2001 - Nichts als Baustellen

 

Ein Buchgeschenk bekommen mit dem Titel "Baustellen des Himmels".

Erster Gedanke dazu:

Bereits das Leben ist eine immerwährende Baustelle.

 

 

29. Oktober 2001 - Achterbahn

 

SMS zur Nacht: "Die Krisen eines Tages im Jahr 2001 reichten früher für mindestens einen Monat. HH kotzt aus der Lebens-8er-Bahn... Wenn wir dieses Jahr überstehen... Was kommt dann?"

 

 

10. Oktober 2001 - Afghanistan

 

"Wer kein Zelt mehr findet, gräbt sich ein Erdloch, das ihn vor Wind, Kälte und dem Winter schützt..." (TV-Bericht)

3. Dezember 2001

 

Nein, ich bin nicht erfroren. Aber fast - beim Wochenendseminar. War dennoch unerhört kreativ. Geht gleich weiter hier - versprochen.

 

 

 

3. Dezember 2001 - Aus der Schreibwerkstatt:

 

                                           Diabolo

 

                                Von Weite zur Enge denken

                           ist jenseits meiner Möglichkeiten

                                        ich gebe auf

                                    geschieht selten

                                             aber

                                        man muss

                                    nicht immer alles

                            können oder können wollen

                              nein, das muss man nicht

 

(Diabolo: Eine Gedichtform, in der die Anzahl der Wörter pro Zeile festgelegt sind - jeweils um ein Wort abnehmend und wieder zunehmend.)

 

 

 

 

6. Dezember 2001 - Warten auf den Nikolaus

 

                                          

 

 

 

 

 

8. Dezember 2001- Trotzdem

 

"Menschen strengen mich an", sagt Katharina, "im Grunde meines Herzens bin ich eine Einzelgängerin. Lange Gespräche ermüden mich." "Warum triffst du dich dann", frage ich, "warum gehst du hinaus?" "Weil ich das Alleinsein schon kenne. Weil ich wissen möchte. Und weil ich dann spüre, dass es mich gibt."  

 

 

 

 

22. Dezember 2001 - Alles neu?

 

Da sitze ich und drücke an dem Plastiktütchen herum und denke das soll also ab Januar mein Geld sein. Und die Größen stimmen nicht und alles glänzt so unecht und überhaupt sind mir die Münzen so fremd. Und wie werden wir die 1 Cent-Münzen nennen, die keine Pfennige mehr sind, und sind die 10 Cent-Münzen dann auch wieder Zehnerle? Und ich frage mich, wie das für meine Mutter ist, von der Reichsmark zur D-Mark zum EURO und ob man mit der alten Währung auch ein Stück Geschichte hinter sich lässt...

 

 

 

 

12. Dezember 2001 - Es weihnachtet...

 

Soeben eingetroffen: mein erstes virtuelles Geschenk per eMail, Originalzitat:

 

"p.s. wenn du tippfehler findest darfst du sie behalten."

 

 

 

 

11. Dezember 2001 - Aus der Reihe "Gute Vorsätze"

 

Punkt 1:

Ich versuche jetzt, nicht mehr die alten, sondern nur noch neue Fehler zu machen...

 

 

 

 

26. Dezember 2001 - Umgezogen

 

Falls mich jemand vermisst:

Sitze auf Wolke 7 - neben meinem Weihnachtsgeschenk.

 

 

 

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