tanzen
gleich Schmetterlingen
vom Wind getragen
in roten Blütenkelchen ruhen
das Abendlied der Amseln singen
morgens den Tau von Grashalmen trinken
in die lockere Gartenerde ein Labyrinth graben
Samenkorn sein oder ein alter Baum
immer zum Licht hin wachsen
Erde und Sonne atmen
ein Teil sein
von allem
dazugehören
Wer weiß
Ich weiß deinen Namen nicht
Baum
spüre
die Kraft deines Leibes
sitze
auf den Schlingen
deiner Wurzeln
streichle
das samtene Moos
auf deiner Rinde
lehne mich an dich
blicke nach oben
durch dein schütteres Laub
und der Herbstwind
und die grasenden Schafe
wissen genug
Am frühen Morgen
fand ich dich
am Ende
meines langen Wegs
die bloßen Arme
himmelwärts
dein buntes Kleid
zu Füßen
ich lehnte mich
an deinen Stamm
und wusste
alles gut
so standen wir
und standen still
und durch die Schleier
brach das Licht